RASTPLATZ FORSTEGG

Im St. Galler Rheintal gibt es nur ganz wenige grössere Waldgebiete, der Schlosswald ist eines davon. Dass er bis heute erhalten geblieben ist, verdanken wir einer prähistorischen Katastrophe: 100 Millionen Kubikmeter Fels donnerten hier vor etwa 7.000 Jahren in einem gewaltigen Bergsturz nieder und blieben als sechseinhalb Quadratkilometer grosses und bis zu 40 Meter hohes Trümmerfeld zwischen den heutigen Dörfern Salez und Sennwald liegen. Weil auf diesen Trümmern kein Ackerbau betrieben werden kann, wurde der Wald, der darauf entstand, nicht gerodet und blieb bis heute erhalten. Dort allerdings, wo das Wasser in den Gesteins- und Schuttmassen keinen Abfluss fand, bildeten sich im Laufe der Zeit durch das nasse Klima Riedflächen, die seit Jahrhunderten vom Menschen genutzt werden und deshalb waldfrei blieben. Das gesamte Bergsturzgebiet steht unter Naturschutz.