ILLSPITZ

Lange war die Ill ein wilder Gebirgsbach mit vielen Seitenarmen, umgeben von ausgedehnten Auwäldern. Immer wiederkehrende Überschwemmungen führten dazu, dass sie ab 1830 Schritt für Schritt reguliert wurde, bis sie sich in einen begradigten und eingeengten Fluss verwandelt hatte: War die Illmündung um 1500 noch bis zu 300 Meter breit, wurde sie nach und nach auf 30 - 40 Meter eingegrenzt. Durch Kiesbaggerungen und die Kanalisierung von Ill und Rhein senkte sich der Grundwasserspiegel des umliegenden Gebiets stark ab, was zu einem rasanten Landschaftswandel und zu verschie-densten ökologischen Problemen führte. Von 2001 bis 2002 wurde die Illmündung neu gestaltet: Es wurden zwei Sohlrampen zum Hochwasserschutz gebaut und ein 700 Meter langer, naturnaher Mündungsarm angelegt, der Tieren und Pflanzen einen vielfältigen Lebensraum in und am Wasser bietet. Dieser Mündungsarm hilft zudem schwimmschwachen Fischen zu ihren Laichplätzen in der Ill zu gelangen.